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Veröffentlicht von: Sven Kopfstädt   
Samstag, 08. November 2008 um 11:58
Fahrzeugbrand Bild 3Rund 40 000 mal im Jahr kommt es in Deutschland zu einem Fahrzeugbrand. Die meisten davon während der Fahrt. Der Fahrer eines PKW ist dann oft mit der Situation völlig überfordert, wenn dunkler Qualm unter der Motorhaube aufsteigt. Das wichtigste ist erst einmal, Ruhe zu bewahren! Es vergehen Minuten, bevor sich ein solcher Entstehungsbrand zu einem Vollbrand des Wagens ausgedehnt hat. Es bleibt also meist genug Zeit, noch selbst Löschversuche zu unternehmen. Mit einem Fahrzeugfeuerlöscher, den es bereits ab ca. 25 - 30 Euro im Handel zu kaufen gibt, lässt sich oft vieles retten und der Brand ersticken, bevor er sich ausbreiten kann. Keine Angst - Explosionen wie sie im Film täglich zu sehen sind, kommen in der Realität nicht vor, im ungünstigsten Falle kann lediglich Kraftstoff explosionsartig verbrennen. Platzende Autoreifen verursachen zwar einen lauten Knall, eine Gefahr geht von ihnen aber in der Regel nicht aus. Lenken Sie Ihr Fahrzeug an den Straßenrand und halten Sie sich hier von z. B. Tankstellen oder Tank-LKWs fern. Schalten Sie die Zündung aus und die Warnblinkanlage an. Wenn möglich entriegeln Sie die Motorhaube und verlassen Sie dann das Auto. Bis zu 10 Minuten kann es bei einem Fahrzeug dauern, bis das Feuer auf den Fahrgastraum übergreift. Öffnen Sie die Motorhaube -achten Sie hier aber auf die Verbrennungsgefahr- und unternehmen Sie ihre Löschversuche. Stellen Sie sich nicht in den Rauch -beim Verbrennen von Gummi und Kunststoffen im Motorraum entstehen giftige Gase- sondern löschen Sie von der Seite aus mit dem Wind durch kurze, gezielte Stöße, denn die Löschdauer eines 1-Kilo-Löschers beträgt nur wenige Sekunden. Wenn sich die Motorhaube nicht öffnen lässt, können Sie versuchen, den Brand von der Bodenseite her oder durch den Kühlergrill hindurch zu löschen. Informieren Sie in jedem Falle die Feuerwehr über den Notruf 112, dies können z. B. während Ihrer Löschversuche helfende Passanten oder Verkehrsteilnehmer übernehmen, für den Fall, dass sich das Feuer dennoch ausbreitet und um letzte kleine Brandnester abzulöschen.
 
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