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Kieler Nachrichten vom 01.12.2009:
Gettorf – Nach einer Explosion sind am Dienstagabend in einem Reihenhaus in Gettorf zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Brandursache war am Dienstagabend noch unklar. Nach Angaben von Einsatzleiter Frank-Andreas Greggersen stieg aus Fernstern und Schornstein des Hauses Nr. 26 an der Ecke Bergstraße / Hohe Straßeschwarzer Rauch. Atemschutzträger drangen ins Gebäude ein, konnten im Haus selbst aber keine offenen Flammen, wohl aber heftigen Qualm festgestellen. Die Wohnungen werden mit Gas versorgt und beheizt.
Bei der sofort begonnen Personensuche wurden im Chaos der Wohnung zwei Menschen aufgefunden. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nach Polizeiangaben handelt es sich möglicherweise um die Bewohner, einem Ehepaar (60, 65 Jahre). Die Identität stehe jedoch noch nicht zweifelsfrei fest.
Wie Nachbarn berichteten, habe es gegen 16.10 Uhr zunächst einen lauten Knall gegeben. Dann sei alles voller Rauch gewesen. Ein Nachbarin konnte unverletzt aus einer Nebenwohnung geholt werden.
Wegen der zahlreichen Rettungsfahrzeuge wurde die Bergstraße komplett gesperrt und erst gegen 18.45 Uhr wieder freigegeben. Die Eckernförder Kripo war noch am gleichen Abend am Unglücksort und hat ihre Ermittlungen aufgenommen.
Uwe Rehbehn / KN
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Kieler Nachrichten vom 02.12.2009:
Nach dem Brand in Gettorf mit zwei Toten ermittelt jetzt das LKA
Polizei: „Wir gehen von Verpuffung aus“
Gettorf - Zwei Menschen starben am Dienstagnachmittag bei einem Brand in einem Gettorfer Reihenhaus (KN berichteten). Nun ermittelt das Landeskriminalamt. Ein Sachverständiger soll klären, ob die Tragödie, wie vermutet, durch eine Verpuffung im Badezimmer verursacht wurde. Bei den Brandopfern handelt es sich laut Polizei um die Bewohner des Reihenhauses, sie wurden am Mittwoch von ihrer Familie identifiziert.
Am Morgen nach dem Brand klebt an der Eingangstür des Reihenhauses in der Bergstraße 26/Ecke Hohe Straße das Polizeisiegel. Auf einem knallroten Schild steht: „Brandstelle ist beschlagnahmt! Betreten verboten!“ Vor der Tür liegen noch rot-weißes Flatterband, Kleidungsstücke und Schuhe herum.
Einem Nachbarn des Ehepaares steckt der Schock sichtlich in den Gliedern: „Das war schlimm für uns alle, wir sind aus allen Wolken gefallen.“ Der 65-Jährige und seine 60-jährige Frau hätten eher zurückgezogen gelebt, „aber es waren nette Leute, die auf der Straße immer freundlich gegrüßt haben“.
Was war passiert? Am Dienstag um 16.08 Uhr wurde die Feuerwehr Gettorf alarmiert. Nachbarn hatten einen Knall gehört und gesehen, dass starker Rauch aus dem Schornstein des Reihenhauses quoll. Die benachbarten Wohnungen wurden evakuiert, die Gasversorgung abgedreht. Atemschutzträger der Feuerwehr, die mit insgesamt gut 60 Brandbekämpfern aus Gettorf und Osdorf sowie sechs Einsatzfahrzeugen vor Ort war, drangen durch das Küchenfenster in den ersten Stock ein. „Wir mussten die Scheibe nicht einschlagen, weil das Fenster auf kipp stand“, berichtet Einsatzleiter Frank-Andreas Greggersen. Dadurch entstand in der Wohnung kein Durchzug, weshalb das offene Feuer nicht weiter angefacht wurde. Folge: Der Brand, der laut Greggersen definitiv im Bad entstand, wurde schnell gelöscht. In der völlig verqualmten Wohnung fanden die Feuerwehrleute dann die Frau und den Mann, die Leichen wurden zur weiteren Untersuchung in die Gerichtsmedizin nach Kiel gebracht. Als Todesursache wird Ersticken an Rauchgas vermutet. Gegen 18.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Wegen der Brandursache wurde am Mittwoch noch ermittelt. „Wir gehen von einer Verpuffung aus“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs, zumal Nachbarn einen Knall gehört hatten. Als mögliche Ursache gilt eine Fehlfunktion in der Gastherme im Bad. Details untersuche ein Sachverständiger vom Landeskriminalamt (LKA) in Kiel. Den Sachschaden bezeichnete Hinrichs als gering.
Jan-Torben Budde/ KN