| Der Stärkere hilft dem Schwächeren |
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| Veröffentlicht von: Björn Struve |
| Donnerstag, 07. Januar 2010 um 17:41 |
So wie 413 andere Jugendfeuerwehren im Land bereitet auch sie Kinder und Jugendliche für den Einsatz in der Feuerwehr vor und übernimmt wichtige Aufgaben im Bereich der allgemeinen Jugendarbeit - die Jugendfeuerwehr Gettorf. 1982 gegründet, besteht sie zurzeit aus 30 durchschnittlich 13 Jahre alten Jungen und Mädchen. Dass die Plätze in der Jugendfeuerwehr Gettorf sehr begehrt sind, zeigt die lange Warteliste. "Aber wir werden demnächst wieder neue Mitglieder aufnehmen können, da einige in die Freiwillige Feuerwehr Gettorf wechseln", kündigen Jugendwart Nico Rosner und seine Stellvertreterin Ann-Kathrin Skerra an. Rosner und Skerra waren beide selber viele Jahre in der Jugendfeuerwehr aktiv, bevor sie erst Betreuer und dann Jugendwarte wurden. "Wir machen das total gerne", sagt Ann-Kathrin Skerra. "Weil wir an die Kids etwas weitergeben können." Wer in der Jugendfeuerwehr ist, den sehe sie immer als etwas Besonderes an, fügt sie hinzu. "Weil die sich wirklich dazu entschlossen haben, anderen zu helfen, obwohl sie kein Geld dafür bekommen." Dienstvorbereitung und Spaß unter einen Hut zu bekommen, schaffe man nicht immer, weiß die Jugendwartin. "Aber wir versuchen, dass bei jedem Dienst auch Spaß dabei ist", sagt sie. Während des Pflichtdienstes, zu dem die Kinder und Jugendlichen alle 14 Tage dienstags im Feuerwehrgerätehaus in Gettorf zusammen kommen, lernen sie unter anderem erste Hilfe, technische Hilfeleistung, Löschangriffe, Stiche und Knoten, Schläuche ausrollen und den richtigen Umgang mit den Funkgeräten. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung legen Nico Rosner und Ann-Kathrin Skerra aber auch viel Wert auf soziale Aspekte. Die Jugendfeuerwehr unterstützt die Gettorfer Wehr bei Veranstaltungen, etwa beim traditionellen Laterne laufen, oder sie hält bei besonderen Ereignissen Brandwache im Tierpark. Auch den Leistungsprüfungen für Jugendfeuerwehrmitglieder stellt man sich. Ein gemeinsames Team aus vier Osdorfer und fünf Gettorfer Jugendlichen hat im vergangenen Jahr die erste Stufe der Jugendflamme, eine dreistufige Auszeichnung, die neben feuerwehrtechnischen Kenntnissen auch einen Einsatz in einem sozialen Projekt erfordert, bestanden. Auch die Prüfungen für die Leistungsspange, bei der es auf feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen und Können ankommt, haben die Verantwortlichen im Auge. Dabei verspricht die Gemeinschaftsleistung der Gruppe Erfolg. Der Stärkere hilft dem Schwächeren. Um den Gemeinschaftssinn innerhalb der Jugendwehr zu stärken, unternimmt die Jugendfeuerwehr Ausflüge, Orientierungsfahrten und strebt eine gemeinsame Sommerfreizeit an. Zudem haben sich die Betreuer vorgenommen, mehr mit der Jugendfeuerwehr Osdorf zu unternehmen und zusammen zu arbeiten, um sich besser kennen zu lernen. "Schließlich sind wir ein Amt", sagt Ann-Katrin Skerra. Den Kindern und Jugendlichen macht die Jugendfeuerwehr viel Spaß. Auch dem zehnjährigen Marcel Spittler aus Gettorf, der seit einem Monat dabei ist. "Ich wollte schon immer in die Jugendfeuerwehr und war auf der Liste", erzählt er. "Ich finde es gut, dass wir viel lernen, Erste Hilfe, über die Geräte und Knoten." Die 13-jährige Rebecca Schuhmacher aus Tüttendorf ist seit dem Sommer dabei. Ihr Vater ist in Tüttendorf in der Feuerwehr, erzählt sie. Sie sei durch Freunde zur Jugendfeuerwehr gekommen. "Der 24-Stunden-Dienst war cool", erklärt sie. "Und wir haben auch schon Einsätze geübt." Eckernförder Zeitung 5. Januar 2010 von Michaela Lauterbach |
| Aktualisiert ( Donnerstag, 07. Januar 2010 um 17:52 ) |
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